Jules Spinatsch

SCHWAMENDINGEN 1992, LANGZEITREPORTAGE ÜBER EIN AUSSENQUARTIER DER STADT ZÜRICH, OKTOBER 1991— DEZEMBER 1992

Wirtschaft Ziegelhütte
Hüttenkopfstrasse 70
8051 Zürich
  • © Pierluigi Macor / Stadt Zürich KiöR («Neuer Norden Zürich»)

1993
44 Baryt-Fotoprints je 33 × 44cm

Die im Restaurant Ziegelhütte in Schwamendingen gezeigte Arbeit von Jules Spinatsch datiert in die frühen 1990er-Jahre, in denen der Künstler in Zürich Soziologie studierte und zeitgleich als Assistent bei diversen Fotografen arbeitete. Parallel dazu begann er, selber erste fotografische Bilder in Zeitungen wie der linken Wochenzeitung WOZ oder dem Beobachter zu publizieren. Regelmässig fuhr er zum Gemeindezentrum Heerenschürli in Schwamendingen, dessen Fotolabor er nutzen konnte. Noch viel mehr als heute hatte das Quartier damals mit Imageproblemen zu kämpfen. Sein soziologisches Interesse und bildnerisch geschultes Auge veranlassten Jules Spinatsch, sich über längere Zeit einer fotografischen Studie zu Schwamendingen zu widmen. Diese Langzeitstudie stellte gewissermassen die Fortsetzung seines nicht weiter verfolgten Soziologiestudiums dar — während der inhaltliche Ansatz derselbe blieb, wurden Medium und Werkzeug gewechselt. Die Schwamendinger Arbeit sollte den weiteren fotografischen Weg Spinatschs ebnen: Er reichte die Reportage für seine Bewerbung am International Center of Photography in New York ein und wurde aufgenommen.

Unterstützt von Wirtschaft Ziegelhütte