Olafur Eliasson

Ohne Titel (Farbspiegellichtfeld)

Werkhof Zürich Nord
Neunbrunnenstrasse 60
8050 Zürich
  • Pierluigi Macor / Stadt Zürich KiöR («Neuer Norden Zürich»)

  • © Pierluigi Macor / Stadt Zürich KiöR («Neuer Norden Zürich»)

2003
8 Farbgläser, je 240 × 30 cm Spiegelwand (3 × 5 Einzelspiegel), ca. 200 × 300 cm

Licht und Raum: Zwei grundlegende Aspekte der Natur stehen im Zentrum des künstlerischen Werks von Olafur Eliasson. Im grossen Format hat er sie 2003 in seinem Weather Project erfahrbar gemacht, einer umfassenden Installation für die Turbinenhalle der Tate Modern in London. Über zwei Millionen Besucher liessen sich von der künstlichen Sonne, die Eliasson an einem Himmel aus Spiegeln aufgehen liess, überwältigen, was nicht zuletzt auch als eine grosse soziale Gruppenerfahrung verstanden werden kann. Das Licht interessiert Eliasson weniger in seinen physikalisch-optischen Eigenschaften (deren genaues Studium allerdings Voraussetzung für seine komplexen Werke ist) als in seinen sozialen Funktionen und Auswirkungen.
So ist es auch beim Projekt für den städtischen Werkhof in Zürich-Nord. Das Sonnenlicht wird – wenn die Sonne denn scheint – von einer grossen Spiegelwand mit unterschiedlich geneigten Spiegeln auf die gegenüberliegende Seite des Hofs reflektiert und fällt dabei durch übermannshohe Glasscheiben in den Farben des Regenbogens. Ein Farbspiegellichtfeld (so der zweite Titel der Arbeit) aus weissem und farbigem Licht wird über den gesamten Hof gespannt. Seine Lichtpunkte bewegen sich mit dem Lauf der Sonne. Die tägliche Arbeit, das Tagwerk, das auf dem Werkhof stattfindet, wird so durch die übergeordneten Zyklen des Tages und der Jahreszeiten in immer wieder neuen Konstellationen beleuchtet und begleitet.

Courtesy of the artist und Fachstelle Kunst und Bau der Stadt Zürich

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8.00 – 16.30 Uhr