Torre Acostada – Diego Taugner

Das Rettungsschwimmerhäuschen erinnert uns Schweizer im ersten Moment an Ferien, Freizeit und an die Serie Baywatch. Doch dies ist nicht bei allen Menschen auf der Welt der Fall. Andere Personen, die vielleicht aus politisch unsichereren und isolierteren Ländern kommen wie beispielsweise Kuba, assoziieren diesen Turm viel eher und schneller mit Überwachung, als wir das tun würden.

Doch auch wenn uns dies im ersten Moment gar nicht so bewusst ist, so leben wir auch in einem Staat, der zwar politische Freiheit bietet, uns jedoch auch dennoch rund um die Uhr überwacht. Allein die zahlreichen Überwachungskameras oder Kontrollen, die uns tagtäglich im Auge behalten, zeigen doch die vorherrschende Überwachung. Dies stellte in einem anderen Sinn bereits Friedrich Dürrenmatt fest, als er seien Rede „Die Schweiz – ein Gefängnis“ 1990 hielt.

Das Thema sowohl in Bezug auf die Rede, als auch auf die ausgestellte Arbeit wirft doch einige Fragen auf. Sind wir somit überhaupt wirklich frei? Wieso überwacht uns der Staat? Vertraut er uns nicht? Oder soll das nur präventiv sein? Was geschieht mit dem gesamten Material, das über uns gesammelt wird? Werden vielleicht sogar Akten angelegt?

Nur schon der Gedanke, dass wir beobachtet werden jagt einen etwas Angst ein.

In der heutigen Zeit mit Handys, Computern und anderen Daten transferierenden Geräten ist es noch viel einfacher, beziehungsweise viel schwerer, der Überwachung zu entgehen. Mit Hilfe von Handys beispielsweise existiert ja bereits heute die Möglichkeit, Personen zu orten und ihren genauen Standort zu ermitteln. Auch mittels unserer Sucheingaben im Netz kann ermittelt werden, für welche Dinge man sich interessiert oder was für uns eine Rolle spielt.

Diego Taugner